Zur Entstehung lignorah

Zur Entstehung und Funktion von lignorah, dem Kurzzeit Küchenwecker , daß Warum & Wieso:

Ihr wollt zur Entstehung von lignorah alles wissen, hier erfahrt Ihr’s.

Der Ursprung und Entstehung

Der Wecker ist entstanden, weil ein der Zassenhausen Aufzugswecker der bis dato bei uns im Haushalt verwendet wurde, seinen Geist aufgab (Ich denke mal durch Missbrauch …).Aufzugs Wecker Zassenhausen

Und weiter, weil der  Ersatz so gut meinem Umfeld gefiel.

Der Reihe nach: genau dieser Kurzzeitwecker zum Aufziehen hatte eine schöne (wenn auch nicht verchromte) Schelle, damit stand zur Entstehung fest ohne eine solche Glocke geht’s nicht.

Weiterhin hatte ich kurz davor eine LED-Matrix in die Hände bekommen, die nach Verwendung suchte, damit standen schoneinmal die zwei prägenden Elemente fest.

Da ich schon immer gerne mit Holz gearbeitet habe war es nahe liegend den Küchenwecker in ein wertiges Holzgehäuse einzupassen.

Der Ur-Prototyp war aufgebaut wie eine Zigarrenkiste und noch etwas unförmig.

der erste lignorah Prototyp
Der erste lignorah Prototyp

Das Design

Der entscheidende Schritt für das Design, war dann die Umstellung auf einen Massiv-Korpus aus Holz. Der Körper wird auf einem CNC-Holzbearbeitungzentrum gefertigt. Der Umstieg auf ein Massiv-Korpus war nur möglich indem per Laserschnitt das „LED-Fenster“ rechteckig ausgeschnitten wird.

Das Bedienkonzept

Keep it simple; der Wecker sollte einfach zu bedienen sein und da der Korpus einfach und schnörkellos bleiben musste, blieb eigentlich nur der Verzicht auf Schalter. Da ein Touch Display bei der Bedienung in der Küche mit fettigen Fingern eigentlich keine wirklich gute Idee ist,  blieb nur die Möglichkeit die Bedienung anderwärtig zu lösen.

Gestensteuerung

Die Wahl ist schließlich auf ein Konzept, basierend auf einem Beschleunigungssensor, gefallen. Damit kann die Neigung im Raum detektiert werden und damit die Benutzerschnittstelle als Gestensteuerung elegant gelöst werden. Als Rückmeldung für die Bedienung dient eine Kombination aus Haptik (Schellen) und optischer Anzeige.

Das einzige leider nicht lösbare Problem ist, die Bedienung erschließt sich nicht von selbst, allerdings einmal gesehen ist diese logisch und nachvollziehbar.

Das Low-Power Design und die Batterielaufzeit

Es fehlt der An/Aus Schalter, deswegen ist System ist durch und durch auf niedrigsten Energiebedarf im Ruhemodus getrimmt und das Ein/Ausschalten kann entfallen.

Der Prozessor der alle Funktionen steuert ist die meiste Zeit Sleep-Modus und fragt mehrfach pro Sekunde den Beschleunigungssensor ab. Danach legt sich der Prozessor wieder zur Ruhe. Wenn eine Lageänderung festgestellt wird aktiviert sich das System.

Der Ruhestrombedarf

Der Ruhestrombedarf ist im Sleep Modus ca. 50 μA. Dies ist in der Größenordnung der Selbstentladung von Batterien. Das heißt die Batterielaufzeit im Ruhemodus ist auch begrenzt durch die Selbstentladung der Batterie (davon sind die gebräuchlichen NiMh-Akkus betroffen hier ist eine Selbstentladung im Bereich von Monaten , bei Alkaline Batterien ist die Selbstladung im Bereich von Jahren ).

Ohne die Selbstentladung könnte das System mit den Batterien ca. 3 Jahre betrieben werden, im „Count-Down“-Modus hat gibt es natürlich einen höhere Energiebedarf, bedingt durch die LED-Matrix, der allerdings auch ca. 200 h konstant laufen könnte.

Damit ergibt sich eine Batterie-Laufzeit von mehreren Monaten, eine Laufzeit von über einem Jahr ist nicht ungewöhnlich.

Der Name

Zu guter letzt, Nomen est Omen, der Name. Er setzt sich zusammen aus den lateinischen Wörtern lignum  für Holz und hora für Stunde:

lignorah

 

Das „h“ in hora musste ans Ende rücken, da man das Wort lignorah sonst nicht aussprechen kann. Aber ans Ende gerückt, lässt das h zumindest optische Nähe zu hora erkennen 😉 

Das war es zur Entstehung von lignorah, hoffe ich habe nichts ausgelassen.